Sehtest für den Führerausweis

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Sehtest für den Führerausweis: was in der Schweiz verlangt wird

Sehtest für den Führerausweis: was in der Schweiz verlangt wird und wo Sie ihn machen lassen

Die meisten Menschen begegnen dem Sehtest für den Führerausweis genau einmal im Leben: mit achtzehn, beim Gesuch um den Lernfahrausweis. Ein Formular, eine kurze Untersuchung, ein Stempel. Danach kommt das Thema jahrzehntelang nicht mehr zur Sprache. Dabei ist das Sehvermögen keine feste Grösse. Mit fünfunddreissig sieht man anders als mit zwanzig, mit fünfundsechzig wieder anders. Und ausgerechnet die Sehleistung, die für das Fahren entscheidend ist, bemerkt man selbst am schlechtesten, weil das Gehirn eine langsam nachlassende Bildqualität über lange Zeit ausgleicht.

Die Schweizer Regelung verlangt die Überprüfung des Sehvermögens an zwei klar definierten Punkten: beim Erwerb des ersten Führerausweises und ab fünfundsiebzig Jahren im Rahmen der regelmässigen ärztlichen Kontrolluntersuchung. Dazwischen liegt die Verantwortung bei der Fahrzeuglenkerin und beim Fahrzeuglenker selbst. Das Gesetz ist in diesem Punkt eindeutig: Wer fährt, muss die medizinischen Mindestanforderungen dauerhaft erfüllen, nicht nur am Tag der Untersuchung.

Dieser Artikel fasst zusammen, was bei einer solchen Untersuchung tatsächlich geprüft wird, welche Anforderungen gelten, wo Sie den Sehtest machen lassen können und was geschieht, wenn die Werte nicht ausreichen. Die praktische Erfahrung zeigt nämlich zweierlei: Ein grosser Teil der Patientinnen und Patienten hat unnötig Respekt vor dieser Untersuchung. Ein kleinerer Teil nimmt sie zu leicht, obwohl er seit Jahren schlechter sieht, als er selbst annimmt.

Dans cet article

Wann ein Sehtest verlangt wird
Was tatsächlich geprüft wird
Der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten medizinischen Gruppe
Optikerin, Hausarzt oder Augenärztin: wohin gehen?
Wenn die Werte nicht ausreichen
Wovon bei der offiziellen Prüfung wenig die Rede ist
Wie Sie sich auf den Termin vorbereiten
Häufig gestellte Fragen
Ce qui est important

Wann ein Sehtest verlangt wird

Beim ersten Führerausweis. Dem Gesuch um den Lernfahrausweis ist ein Sehtestnachweis beizulegen. Dieser darf bei der Einreichung nicht älter als vierundzwanzig Monate sein. Die Untersuchung ist unkompliziert, dauert nur wenige Minuten und kann bei einer Optikerin, beim Hausarzt oder bei der Augenärztin durchgeführt werden.

Bei der Erweiterung auf höhere Kategorien. Wer auf Lastwagen, Car oder Bus erweitert oder einen Ausweis für den Personentransport beziehungsweise für die Fahrlehrertätigkeit benötigt, fällt unter die strengeren Anforderungen der zweiten medizinischen Gruppe. Die Untersuchung ist in diesem Fall umfassender und erfolgt im Rahmen einer verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchung.

Ab fünfundsiebzig Jahren. Ab diesem Alter ist alle zwei Jahre eine ärztliche Kontrolluntersuchung durch eine dafür anerkannte Ärztin oder einen dafür anerkannten Arzt vorgeschrieben. Das Sehvermögen ist fester Bestandteil dieser Untersuchung. Viele Menschen erfahren bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal, dass ihre Sehschärfe nicht mehr dem gewohnten Niveau entspricht, etwa wegen eines beginnenden Grauen Stars (Katarakt) oder einer Makuladegeneration.

Wenn Beschwerden oder eine Erkrankung auftreten. Das ist der am häufigsten übersehene Fall. Verschlechtert sich das Sehen deutlich, treten Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder auf, oder steht eine Behandlung an, die das Sehen vorübergehend beeinflusst, stellt sich die Frage der Fahreignung sofort, unabhängig davon, wann die letzte offizielle Untersuchung stattgefunden hat.

Un chiffre intéressant

Der weitaus grösste Teil der Informationen, die beim Fahren verarbeitet werden, gelangt über die Augen ins Gehirn. Trotzdem wird das Sehvermögen im Schweizer System nur zweimal systematisch überprüft: beim ersten Führerausweis und dann wieder ab fünfundsiebzig Jahren.

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Diagnostic

Sehschärfe ist nur der Anfang der Untersuchung

Was tatsächlich geprüft wird

Die landläufige Vorstellung reduziert den Sehtest auf das Vorlesen von Buchstaben. Das ist nur ein Teil davon, und nicht einmal der wichtigste.

Sehschärfe. Beide Augen einzeln und gemeinsam, jeweils mit Korrektur, also mit Brille oder Kontaktlinsen. Die Sehschärfe bestimmt, wie fein Details unterschieden werden können: das Verkehrsschild, das bremsende Fahrzeug, die Person am Strassenrand.

Gesichtsfeld. Für das Fahren mindestens so bedeutsam wie die Sehschärfe. Der Velofahrer von der Seite, die Fussgängerin aus der Querstrasse, das ausscherende Fahrzeug erscheinen zuerst im peripheren Gesichtsfeld. Eine Einengung des Gesichtsfelds entwickelt sich unbemerkt, besonders beim Grünen Star (Glaukom). Genau deshalb hat die augenärztliche Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) hier ein besonderes Gewicht.

Doppelbilder und Augenbewegungen. Bei Doppelbildern ist sicheres Fahren nicht möglich. Geprüft werden das Zusammenspiel der Augenbewegungen und die Stellung der Augen zueinander.

Räumliches Sehen. Vor allem bei den strengeren Kategorien relevant, bei denen das Einschätzen von Distanzen zum Berufsalltag gehört.

Dämmerungssehen, Kontrastsehen und Blendempfindlichkeit. Das ist der Bereich, in dem auch Menschen mit formal einwandfreier Sehschärfe erheblich eingeschränkt sein können. In der Frühphase eines Grauen Stars ist die Sehschärfe bei Tageslicht oft noch gut, der entgegenkommende Scheinwerfer erzeugt aber bereits starke Streulichter und Lichthöfe. Der typische Satz dazu lautet: Tagsüber habe ich keine Probleme, aber nachts fahre ich nicht mehr gern.

Farbsinn. Bei den allgemeinen Kategorien ist eine Farbsinnstörung kein Ausschlussgrund. Dokumentiert wird sie dennoch, weil sie für bestimmte berufliche Ausweise Bedeutung hat.

Die drei entscheidenden Bereiche

Sehschärfe

Details erkennen

Mit Korrektur gemessen. Sie bestimmt, wann Sie ein Schild lesen und ein bremsendes Fahrzeug erkennen.

Gesichtsfeld

Die Seite wahrnehmen

Der Velofahrer von rechts erscheint zuerst in der Peripherie. Eine Einengung entsteht unbemerkt.

Dämmerung

Nachts und bei Gegenlicht

Kontrastsehen und Blendempfindlichkeit. Hier zeigen sich frühe Veränderungen zuerst.

Die verbindlichen Grenzwerte regelt der Anhang der Verkehrszulassungsverordnung, Auskunft gibt das kantonale Strassenverkehrsamt.

Der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten medizinischen Gruppe

Die Schweizer Regelung unterscheidet zwei medizinische Gruppen. Zur ersten Gruppe gehören die alltäglichen Kategorien, also Personenwagen und Motorrad. Zur zweiten Gruppe zählen Lastwagen, Bus und Car sowie die Ausweise für den Personentransport und für die Fahrlehrertätigkeit.

Für die erste Gruppe gilt eine korrigierte Sehschärfe, das heisst, Brille und Kontaktlinsen sind ausdrücklich erlaubt. Verlangt wird ein Mindestwert im Bereich von etwa der Hälfte der normalen Sehschärfe auf dem besseren Auge sowie ein ausreichend weites horizontales Gesichtsfeld in der Grössenordnung von hundertzwanzig Grad. In der Praxis bedeutet das: eine gut korrigierte Kurzsichtigkeit, eine mässige Hornhautverkrümmung oder ein sauber versorgter Zustand nach einer Kataraktoperation stellen keinerlei Hindernis dar.

Für die zweite Gruppe gelten deutlich strengere Werte, sowohl bei der Sehschärfe als auch bei der Weite des Gesichtsfelds. Beide Augen müssen ausreichend funktionsfähig sein, und die Kontrolluntersuchungen erfolgen in kürzeren Abständen. Wer beruflich fährt, wird entsprechend engmaschiger überprüft.

Die konkreten Zahlenwerte sind im Anhang der Verkehrszulassungsverordnung geregelt, und verbindlich Auskunft gibt das kantonale Strassenverkehrsamt. Im Einzelfall sind immer diese beiden Quellen massgebend und nicht eine Zusammenfassung im Internet, auch nicht diese.

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Praxis

Klare Werte, klare Auskunft, ohne Umwege

Optikerin, Hausarzt oder Augenärztin: wohin gehen?

Den Nachweis für den ersten Führerausweis darf auch eine Optikerin oder ein Optiker ausstellen. Das ist der schnellste und günstigste Weg. Für junge Menschen ohne Beschwerden und ohne bekannte Augenerkrankung in der Familie ist das völlig ausreichend.

Es gibt aber Situationen, in denen die augenärztliche Untersuchung substanziell mehr liefert.

Wenn sich das Sehen verändert hat. Dann lautet die eigentliche Frage nicht, ob der Nachweis erbracht wird, sondern was hinter der Veränderung steckt.

Ab etwa sechzig Jahren. In diesem Alter sind Grauer Star, Glaukom und Makuladegeneration realistische Möglichkeiten. Alle drei beeinflussen das Fahren, und zwar lange bevor die betroffene Person selbst eine Beschwerde formulieren würde.

Bei Diabetes, Bluthochdruck oder bekannter Augenerkrankung. Hier sind die Beurteilung des Augenhintergrunds und die Gesichtsfelduntersuchung kein Luxus, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme.

Bei Glaukom in der Familie. Gesichtsfeldausfälle entstehen in den meisten Fällen unbemerkt. Wahrgenommen werden sie erst, wenn der Ausfall bereits ausgedehnt ist.

Wenn das Fahren bei Nacht schwieriger geworden ist. Das ist das häufigste Frühzeichen überhaupt. Viele schreiben es dem Alter zu, dahinter steht jedoch oft ein beginnender Grauer Star oder ein instabiler Tränenfilm.

Die augenärztliche Untersuchung liefert in diesen Fällen nicht nur den formalen Nachweis, sondern auch die Antwort auf die Frage, warum es nicht so ist, wie es sein sollte.

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Der Sehtest mit vollständiger Untersuchung

Sehschärfe, Gesichtsfeld, Augeninnendruck und Augenhintergrund in einem Termin. Etwa fünfundvierzig Minuten, mit einem klaren Befund am Schluss.

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Wenn die Werte nicht ausreichen

Das ist der Teil, vor dem die meisten Respekt haben, und die Realität ist deutlich weniger dramatisch.

Der mit Abstand häufigste Fall: die vorhandene Brille ist veraltet. Menschen wechseln ihre Brille im Durchschnitt wesentlich seltener, als sich ihre Augen verändern. Mit einer neuen, exakt bestimmten Korrektur ist die Anforderung in den allermeisten Fällen sofort erfüllt.

Der zweite Fall: die Sehschärfe reicht auch mit Korrektur nicht aus. Dann zeigt sich die eigentliche Ursache, etwa ein Grauer Star, eine Hornhautveränderung oder eine Erkrankung der Makula. Die gute Nachricht ist, dass ein grosser Teil davon behandelbar ist. Nach einer Kataraktoperation erreichen die meisten Patientinnen und Patienten nicht nur den geforderten Grenzwert, sondern sehen spürbar besser als in den Jahren davor.

Der dritte Fall: es besteht ein messbarer Gesichtsfeldausfall. Das erfordert eine gründlichere Abklärung, und über die Fahreignung entscheidet dann eine verkehrsmedizinische Beurteilung.

Wichtig zu wissen: Eine Auflage im Führerausweis bedeutet nicht automatisch ein Fahrverbot. Der häufigste Eintrag besagt lediglich, dass mit Sehhilfe zu fahren ist, also mit Brille oder Kontaktlinsen. Das ist keine Sanktion, sondern eine sachliche Feststellung.

Quand est-ce urgent ?

Bei plötzlicher Sehverschlechterung, neu aufgetretenen Doppelbildern, einem dunklen Schatten im Sichtfeld oder Lichtblitzen gehört die Untersuchung nicht in die Terminplanung der nächsten Wochen, sondern an denselben Tag. Bis zur Abklärung sollten Sie nicht selbst fahren.

Wovon bei der offiziellen Prüfung wenig die Rede ist

Der gesetzliche Mindestwert ist eine untere Schwelle und nicht der Massstab für sicheres Fahren. Zwei Personen mit identischem Wert auf der Sehtafel können sich im Dunkeln völlig unterschiedlich sicher bewegen.

Ein nachlassendes Kontrastsehen beim beginnenden Grauen Star, eine schwankende Sehschärfe bei trockenen Augen, ein instabiler Tränenfilm: all das taucht in der klassischen Sehschärfeprüfung nicht auf, macht sich bei Regen, in der Dämmerung und bei Gegenlicht aber sofort bemerkbar.

Dasselbe gilt für das Gesichtsfeld. Ein glaukombedingter Ausfall erscheint nicht als schwarzer Fleck, sondern als Lücke, die das Gehirn auffüllt. Die betroffene Person sieht keinen Fleck, sie nimmt schlicht nicht wahr, was dort ist. Im Strassenverkehr ist das der Velofahrer von der Seite.

Deshalb lohnt es sich, die Untersuchung für den Führerausweis als Gelegenheit zu betrachten und nicht als Pflicht. Wer ohnehin schon da ist, verliert mit der vollständigen Untersuchung wenig Zeit und gewinnt deutlich mehr Information.

Wie Sie sich auf den Termin vorbereiten

Bringen Sie die aktuell getragene Brille mit, und wenn vorhanden auch die vorherige. Bei Kontaktlinsen ist es hilfreich, wenn sowohl die Linsen- als auch die Brillenkorrektur bekannt sind.

Wenn Sie frühere augenärztliche Befunde oder Dioptrienwerte haben, nehmen Sie diese mit. Die Richtung der Veränderung sagt oft mehr aus als der aktuelle Wert allein.

Rechnen Sie damit, dass eine Pupillenerweiterung nötig sein kann, wenn auch der Augenhintergrund beurteilt wird. Das Nahsehen ist danach für einige Stunden verschwommen und die Lichtempfindlichkeit erhöht. Planen Sie also nicht, unmittelbar danach selbst zu fahren, und bringen Sie eine Sonnenbrille mit.

Und sprechen Sie es ruhig an, wenn das Fahren bei Nacht schwieriger geworden ist, wenn Sie Schilder später lesen als früher oder wenn entgegenkommendes Licht stört. Das ist kein Klagen, sondern genau die Information, die eine Untersuchung gezielt macht.

Fünf Punkte für den Termin

  1. Beide Brillen mitbringen. Die aktuelle und, wenn vorhanden, die vorherige. Die Veränderung zwischen beiden sagt oft mehr aus als der heutige Wert.
  2. Frühere Befunde mitnehmen. Dioptrienwerte, alte augenärztliche Berichte, Unterlagen zu einer bestehenden Diabetes- oder Bluthochdruckbehandlung.
  3. Nicht selbst zurückfahren. Wird die Pupille erweitert, bleibt das Nahsehen einige Stunden verschwommen. Planen Sie den Rückweg entsprechend.
  4. Sonnenbrille einpacken. Nach der Pupillenerweiterung ist die Lichtempfindlichkeit für einige Stunden deutlich erhöht.
  5. Nachtfahrten ansprechen. Wenn entgegenkommendes Licht stört oder Schilder später lesbar werden, sagen Sie es. Das lenkt die Untersuchung in die richtige Richtung.

Häufig gestellte Fragen

Question

Wird ein Sehtest bei der Optikerin akzeptiert?

Für den ersten Führerausweis darf der Nachweis auch von einer Optikerin oder einem Optiker ausgestellt werden. Zeigt sich dabei allerdings, dass die Sehschärfe auch mit Korrektur nicht ausreicht oder ein anderer Befund auffällt, ist eine augenärztliche Untersuchung nötig.

Question

Wie lange ist der Sehtestnachweis gültig?

Bei der Einreichung des Gesuchs um den Lernfahrausweis darf er nicht älter als vierundzwanzig Monate sein. Die formalen Anforderungen im Detail gibt das kantonale Strassenverkehrsamt vor.

Question

Darf ich mit Brille oder Kontaktlinsen fahren?

Ja. Die Anforderungen beziehen sich auf die korrigierte Sehschärfe, Brille und Kontaktlinsen sind also zulässig. In diesem Fall wird im Führerausweis vermerkt, dass mit Sehhilfe zu fahren ist.

Question

Was gilt ab fünfundsiebzig Jahren?

Ab diesem Alter ist alle zwei Jahre eine ärztliche Kontrolluntersuchung vorgeschrieben, bei der auch das Sehvermögen geprüft wird. Ergibt sich dabei eine augenärztliche Fragestellung, erfolgt die Zuweisung an die Fachärztin oder den Facharzt.

Question

Darf ich mit nur einem funktionsfähigen Auge fahren?

Bei den allgemeinen Kategorien ist das unter bestimmten Voraussetzungen möglich, insbesondere nach einer ausreichenden Anpassungszeit und bei gutem Zustand des anderen Auges. Bei den beruflichen Kategorien der zweiten Gruppe ist es nicht zulässig. Die Beurteilung erfolgt immer im Einzelfall.

Question

Muss ich nach einer Kataraktoperation einen neuen Sehtest machen?

Eine allgemeine Pflicht dazu besteht in der Regel nicht, fachlich sinnvoll ist es trotzdem. Nach der Operation verändern sich Sehschärfe und häufig auch die Brillenwerte, die alte Brille passt also meistens nicht mehr. Ist im Führerausweis eine Sehhilfe vermerkt, lohnt sich die Klärung, ob dieser Eintrag weiterhin nötig ist.

Question

Wie lange dauert eine solche Untersuchung?

Der reine Sehtest dauert wenige Minuten. Die vollständige augenärztliche Untersuchung mit Gesichtsfeld und Beurteilung des Augenhintergrunds dauert in der Regel dreissig bis fünfundvierzig Minuten.

Ce qui est important

Der Sehtest für den Führerausweis kommt im Schweizer System selten zur Sprache: einmal am Anfang und ab fünfundsiebzig Jahren dann regelmässig. Dazwischen liegt die stillschweigende Annahme, dass Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker selbst bemerken, wenn ihr Sehen nachlässt. Die Erfahrung zeigt das Gegenteil. Eine allmähliche Verschlechterung gleicht das Gehirn aus, und die meisten Menschen bemerken sie erst, wenn sie gemessen wird.

Wenn in den letzten Jahren niemand Ihr Sehvermögen überprüft hat und Sie regelmässig fahren, ist der einfachste Schritt ein Termin. Die Untersuchung ist schmerzfrei, sie dauert eine knappe Stunde, und sie beantwortet nicht nur die Frage, ob Sie die Anforderungen erfüllen, sondern auch, wie gut Sie tatsächlich sehen.

Die Adlerblick Augenmedizin in Döttingen, im Kanton Aargau, führt die vollständige augenärztliche Untersuchung durch: Sehschärfe, Refraktion, Gesichtsfelduntersuchung, Augeninnendruckmessung und Beurteilung des Augenhintergrunds, auf Wunsch mit dem entsprechenden Nachweis. Ergibt die Untersuchung einen behandlungsbedürftigen Befund, lässt sich das im selben Termin besprechen.

Wer gut sieht, fährt sicherer. Alles Weitere folgt daraus.

„Eine langsame Verschlechterung gleicht das Gehirn aus. Die meisten Menschen bemerken sie erst dann, wenn sie gemessen wird.“

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